In Deutschland sind 95 Prozent der Moore trockengelegt worden. Aus wirtschaftlichen Interessen wurden sie entwässert und ihre Ökosysteme irreversibel gestört. Moore sind über Jahrtausende gewachsen, sie lagern im intakten Zustand Unmengen an Kohlenstoff. Ihr aktuelles Stadium sorgt jedoch dafür, dass sich die Klimakrise immer weiter verschärft. In der kunstfotografischen Arbeit ödes land plädiert Johannes Hüffmeier für ein anderes Naturverständnis, das den Menschen durch ästhetische Erfahrungen näher an die Natur bindet. Das Auslösen seiner Kamera zeigt das Auslöschen der Landschaften. Falls wir es schaffen sollten, unser Verhalten der Natur gegenüber zu ändern, dokumentieren diese Bilder die Folgen unserer Fehler; falls nicht, den Verlust von wertvollem Lebensraum. Auch unserem eigenen.
Johannes Hüffmeier
Ödes Land
Fotografie und Bildmedien